Loading...

So entstehen die Flex-Charts: Berechnungsmethodik und Datenquellen

Die auf Flex-Charts.de bereitgestellten Analysen basieren auf folgender Methodik und den dargestellten Datenquellen.

Analyse energiewirtschaftlicher Preisdynamiken

Übersicht
  1. Spotmarkt
  2. Regelreservemarkt
  3. Ausgleichsenergie
  4. Variable Netzentgelte
  5. Lastabhängige Netzentgelte
  6. PV-Eigenverbrauch

1. Spotmarkt

Die Day-Ahead-Preise entsprechen den Preisen aus dem Single Day-Ahead Coupling (SDAC) für die Gebotszone Deutschland/Luxemburg. Für die Darstellung der aktuellen Day-Ahead-Preise werden die stündlichen Preise zusammen mit den Prognosen des Erzeugungsvolumens aus Wind- und Solarenergie gezeigt. Die viertelstündlichen Prognosewerte für die Erzeugung werden dabei zu stündlichen Durchschnitt zusammengefasst. Die Windenergie umfasst dabei sowohl Onshore- als auch Offshore-Anlagen.

Die täglichen Preisspreads werden berechnet, indem vom maximalen Preis des Tages der minimale Preis des Tages abgezogen wird. Für die Analyse des historischen Verlaufs wird für jedes Jahr der Durchschnitt der täglichen Preisspreads gebildet. Die Anzahl an negativen Stunden innerhalb eines Jahres berechnet sich aus der Summe der Stunden, in denen der Preis unter 0 € lag, bis zu dem gegebenen Tag im Jahr.

Datenquelle:

ENTSO-E Transparency Platform (Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber)


2. Regelreservemarkt

Für einen Einblick in die aktuellen Ergebnisse des Regelreservemarktes werden die Ergebnisse der Leistungsmärkte für FCR und aFRR dargestellt. Der FCR-Preis ist der lokale Grenzpreis für Deutschland und wird nach dem Prinzip „pay-as-cleared“ an alle Anbieter gleich ausbezahlt. Bei aFRR gilt „pay-as-bid“, daher wird als Preis der mittlere mengengewichtete Preis aller bezuschlagten Angebote verwendet.

Für die Analyse der historischen Entwicklungen an den Regelleistungsmärkten für FCR und aFRR werden der Durchschnitt sowie die 25 %, 50 % und 75 % Quartile der Preise für jedes Jahr berechnet.

Datenquelle:

regelleistung.net (Deutsche Übertragungsnetzbetreiber)


3. Ausgleichsenergie

Für die Analyse der historischen Entwicklung des reBAP wird der Preis seit 2017 betrachtet. In diesem Zeitraum war der reBAP stets symmetrisch. Eine Abweichung von reBAP überdeckt zu reBAP unterdeckt kommt nur in äußersten Sonderfällen vor. Daher wird der Preis als symmetrisch betrachtet.

Für die Darstellung des Preisniveaus wird der jährliche Durchschnitt über die Absolutwerte des reBAP gebildet, da für einen BKV sowohl bei positivem als auch bei negativem reBAP – abhängig von der Richtung der Abweichung seines Bilanzkreises – Kosten anfallen können. Um einen Einblick in die Verteilung der Preise in einem Jahr zu erhalten, werden zusätzlich Minimum, Maximum sowie 25 %, 50 % und 75 %-Quartile berechnet. Bei dieser Verteilungsauswertung werden keine Absolutwerte gebildet, sodass auch die Richtung der Preisschwankungen sichtbar bleibt.

Datenquelle:

netztransparenz.de (Deutsche Übertragungsnetzbetreiber)


4. Variable Netzentgelte

Es wird der deutschlandweite Durchschnitt der von den jeweiligen Verteilnetzbetreibern in drei Tarifstufen veröffentlichten variablen Netzentgelte verwendet (Niedrig-, Standard- und Hochtarif). Die Daten stammen aus dem Informationsportal www.variable-netzentgelte.de, welches ebenso von InnoCharge angeboten wird.

Datenquellen:

variable-netzentgelte.de (InnoCharge GmbH & ene't GmbH)


5. Lastabhängige Netzentgelte

Betrachtet werden Netznutzungsentgelte für RLM-Entnahmestellen im Jahresleistungspreissystem, Entnahme im Niederspannungsnetz, Jahresbenutzungsdauer ≥ 2.500 h/a. Für eine möglichst repräsentative Gesamtaussage über die 800+ deutschen Verteilnetzbetreiber (VNB), wurde eine repräsentative Auswahl getroffen. Dabei kamen folgende Auswahlkriterien zum Einsatz:

  1. Region: VNB aus vier Regionen (Nord, Süd, West, Ost), da sich unterschiedliche Erzeugungs- und Verbrauchsstrukturen sowie Netzinfrastrukturen direkt auf die Höhe der Netzentgelte auswirken.
  2. Größe: VNB in drei verschiedenen Unternehmensgrößen (groß/über 500.000 Zählpunkte, mittel/50.000–500.000 Zählpunkte, klein/unter 50.000 Zählpunkte), da diese sich auf Kostenstrukturen und Effizienz auswirkt.

Auf dieser Basis wurden folgende VNB ausgewählt

Region Groß Mittel Klein
Nord EWE Netz GmbH Schleswig-Holstein Netz GmbH Stadtwerke Heide GmbH
Süd Netze BW GmbH LEW Verteilnetz GmbH Stromnetz Weilheim GmbH & Co. KG
West Westnetz GmbH wesernetz Bremen GmbH Bad Honnef AG
Ost Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH Netz Leipzig GmbH Stadtwerke Torgau GmbH
Datenquelle:

Online veröffentlichte Preisblätter (jeweilige Verteilnetzbetreiber)


6. PV-Eigenverbrauch

Um einen Einblick in die Entwicklung des Wertes von Solarstrom zu erhalten, werden die EEG-Einspeisevergütung, der durchschnittliche Haushaltskundenpreis für Strom und der Marktwert Solar gegenübergestellt. Die EEG-Einspeisevergütung wird für eine Anlage unter 10 kWp mit Teileinspeisung betrachtet. Der Haushaltskundenpreis entspricht dem durchschnittlichen Strompreis für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Der Marktwert Solar ist der Durchschnitt des Wertes von Solarenergie am Day-Ahead-Markt zum Zeitpunkt ihrer Erzeugung.

Der Haushaltskundenpreis basiert auf dem vom BDEW ausgewiesenen Durchschnittspreis (Haushalte mit 3.500 kWh/Jahr), der den Grundpreis anteilig enthält. Für den Vergleich mit der EEG-Einspeisevergütung wird ausschließlich der Arbeitspreis betrachtet. Daher wird ein angenommener jährlicher Grundpreis von 120 €/a abgezogen, was bezogen auf 3.500 kWh einem Grundpreis-Anteil von 3,43 ct/kWh entspricht.

Datenquellen:
  • EEG-Einspeisevergütung: bundesnetzagentur.de – Archivierte EEG-Vergütungssätze (Bundesnetzagentur)
  • Haushaltskundenpreis: bdew.de – Strompreisanalyse/Strompreisentwicklung (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft)
  • Marktwert Solar: netztransparenz.de (Deutsche Übertragungsnetzbetreiber)

Flex-Charts.de ist ein Angebot von Logo InnoCharge GmbH – Ihrem Softwarepartner für die Optimierung & Vermarktung flexibler Kleinanlagen.